Lebensversicherung

Bei der Lebensversicherung ist zwischen verschiedenen Arten zu unterscheiden: der Risikolebensversicherung, die im Todesfall greift, und der Kapitallebensversicherung, die zusätzlich der Vorsorge im Alter dient. Im Folgenden werden beide Arten der Lebensversicherung näher erklärt, außerdem werden wir darlegen, welche Versicherung für wen geeignet ist und nach welchem System die Höhe der Beiträge ermittelt werden.

Risikolebensversicherung

Eine Risikolebensversicherung bietet die Möglichkeit, den Partner, die Familie oder Geschäftspartner finanziell abzusichern, sollten Sie versterben. Von größter Bedeutung ist dabei sicher die Sorge um die Familie. Allein- und Hauptverdiener tragen eine große Verantwortung und die Familie steht zumeist an erster Stelle. Das Prinzip dieser Versicherungen ist simpel: An einen Versicherungspartner wird ein monatlicher Betrag gezahlt. Sofern Ihnen etwas zustößt, erhalten Angehörige oder genannte Geschäftspartner den zuvor vereinbarten Vertrag. Sofern kein Todesfall vorliegt, endet auch die Versicherung auf Basis der vereinbarten Laufzeit. Manchmal ist es trotzdem möglich, einen Teil der eingezahlten Summe rückerstattet zu bekommen, das hängt aber von der Versicherung ab. Dies geschieht im Sinne einer Beitragsrückgewähr, ansonsten wird der Versicherte keine Beiträge rückerstattet bekommen. Die Auswahl der richtigen Risikolebensversicherung sollte unter Beachtung verschiedener Faktoren getroffen werden, etwa der Laufzeit, den Begünstigten, den Leistungsausschlüssen oder Nachversicherungsmöglichkeiten.

Die zu zahlende Beitragshöhe hängt von der Versicherungssumme ab. Grundsätzlich gilt, dass diese Art der Versicherung auch bereits für junge Familien geeignet ist. Wer die Versicherung jung abschließt, zahlt in der Regel niedrigere Beiträge. Wer dagegen beispielsweise Vorerkrankungen hat oder Raucher ist, zahlt unter Umständen höhere Beiträge. Ebenso einbezogen werden Faktoren wie Bildungsstand und Beruf.

Kapitallebensversicherung

Die Kapitallebensversicherung hat grundsätzlich zwei Ziele: die Absicherung der Familie im Todesfall und die Altersvorsorge. Im Gegensatz zur Risikolebensversicherung werden bei der Kapitallebensversicherung die Beträge zurückgezahlt, wenn kein Todesfall eintritt. Derzeit liegt die Garantieverzinsung bei 1,25%, gleichzeitig gibt es die Möglichkeit der Überschussbeteiligungen.

Je nach Lebensstil variiert der zu zahlende Beitrag. Ablehnungen kommen grundsätzlich eher selten vor. Die Versicherung wird bei Antragstellung überprüfen, welches Risiko für die Versicherung entsteht. Der Lebensstil oder der Gesundheitszustand werden an dieser Stelle berücksichtigt und sofern der Antrag genehmigt wird, läuft der Vertrag über eine vereinbarte Dauer. Diese Versicherung hat gleich zwei Vorteile, denn Versicherte können diese Versicherung als Altersvorsorge nutzen oder Hinterbliebenen Sicherheit bieten. Die Beiträge zur Kapitallebensversicherung sind zudem teilweise von der Steuer absetzbar und zählen zu Sonderabgaben. Die zu zahlenden Beiträge sind außerdem flexibel und die Laufzeit anpassbar. Außerdem ist zu erwähnen, dass bei manchen Versicherungen die Summen, die bei Todesfall oder nach Ende der Laufzeit ausgezahlt werden, nicht die gleichen sind.

Fazit

Bei Abschluss einer Lebensversicherung kann zwischen der Kapitallebensversicherung und der Risikolebensversicherung gewählt werden. Die Risikolebensversicherung bezieht sich nur auf Zahlungen, die in Folge eines Todesfalles an Angehörige oder Geschäftspartner gezahlt werden. Die Kapitallebensversicherung dient dagegen als Absicherung bei Todesfall und gleichzeitig als Altersvorsorge, da am Ende der Vertragslaufzeit ebenfalls Beträge gezahlt werden. Bei Ermittlung der zu zahlenden Beiträge werden verschiedene Faktoren betrachtet, etwa Lebensstil und Gesundheitszustand, grundsätzlich werden Anträge aber eher selten abgelehnt. Lebensversicherungen sind entsprechend eine gute Möglichkeit, Angehörige oder Geschäftspartner im Todesfall abzusichern und können unter Umständen auch als Investition in die Altersvorsorge betrachtet werden.